Betreuungsleistung § 45 SGB XI

Hilfe für Menschen mit eingeschränkter Alltagskommpetenz

Wo habe ich nur den Schlüssel hingelegt? Wer hat sich das nicht selbst schon einmal gefragt und – eher belustigt als ernst – gedacht, jetzt gehe wohl "der Alzheimer“ los.

Kaum ein Witz, rund um unsere Vergesslichkeit kommt ohne den Namen des deutschen Neurologen Alois Alzheimer aus, nach dem seit rund 100 Jahren die häufigste Demenzerkrankung benannt wird. Die Realität ist das Gegenteil von spaßig: Zwischen 900 000 und 1,1 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter einer Form von Demenz; die Zahl der Neuerkrankungen pro Jahr liegt bei 120 000 und nimmt jedes Jahr um weitere 20 000 Menschen zu. Die Pflege von Angehörigen mit Demenzen erfordert viel Zeit und Zuwendung, personellen und finanziellen Einsatz. Seit dem 01.01.2002 gibt es Pflegeleistungsergänzungsgesetz § 45 SGB XI, das vorsieht, Betreuungsleistungen, seit Juli 2008 von bis zu 2400 € pro Jahr, zu erstatten. Dadurch sollen sowohl für die pflegenden Angehörigen zusätzliche Entlastungsmöglichkeiten als auch für die Pflegebedürftigen aktivierende und qualitätsgesicherte Betreuungsangebote zur Verfügung gestellt werden. Diese wären Tages- oder Nachtpflege, Kurzzeitpflege, besondere Angebote zugelassener Pflegedienste zur allgemeinen Anleitung und Betreuung (keine Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung)
Anspruchsberechtigt ist, wer mindestens in Pflegegrad 2 eingestuft ist. Zusätzlich prüft der Medizinische Dienst der Krankenkassen, ob die pflegebedürftige Person in ihrer Alltagskompetenz erheblich eingeschränkt ist. In diesem Gesetz sind 13 "Fähigkeitseinschränkungen" aufgeführt, von denen wenigstens 2 Bereiche auf die pflegebedürftige Person zutreffen müssen, um diese Leistungen zu erhalten. Diese werden nicht wie das Pflegegeld auf das Pflegegeldkonto ausgezahlt, sondern nur gegen Vorlage der Rechnungen für Betreuungsleistungen erstattet Interessant ist auch, dass die 2400,- € nicht verfallen, sondern mit ins nächste Jahr übernommen werden können.

Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz, die zwar noch keinen erheblichen Pflegebedarf, wohl aber Betreuungsbedarf haben, können diesen Betrag auch erhalten. Der zusätzliche Leistungsbetrag wird in unterschiedlicher Höhe (2 Stufen) entsprechend des festgestellten Betreuungsaufwands geleistet. In der Regel korreliert der Betreuungsaufwand von Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz mit den Pflegestufen, da mit der Schwere der demenziellen Erkrankung neben dem Beaufsichtigungsbedarf auch der verrichtungsbezogene Hilfebedarf ansteigt. Wichtig ist es zu wissen, dass die Leistung nach § 45 SGB XI zusätzlich zum Pflegegeld und zur Verhinderungs- und Urlaubspflege zusteht.

 
Wir beraten sie gern bei der Antragstellung und bieten ihnen diese Möglichkeit der zusätzlichen Betreuung.

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